Passing Afternoon

Was ist eigentlich wichtig?

Eine typische abend- oder nächtliche Frage an dem dafür schon fast berühmt, zumindest aber berüchtigen Dachfenster mit Blick auf den Hafen und das U.

Was sind die Dinge, die uns wichtig sind? Was die Dinge, die die Welt bewegen? Ist das, was man den Tag über erlebt hat eigentlich von Wichtigkeit? Sind jene Gedanken und Geschehnisse, welche aus unserem Innersten ans Tageslicht drängen bedeutend genug, als dass sie auch für andere von Wert sein könnten?

Chemistry – oder hilflos der Sauna ausgeliefert

18 Uhr – 40 ° C und gefühlte 1000% Luftfeuchtigkeit….

Ich liebe meine Dachwohnung in der Einflugschneise des Dortmunder Flughafens dessen Flugzeuge ich seit Tagen wundersamer Weise aus mit selbst fast unverständlichen Gründen nicht mehr wahrnehme! Geräumige 2 Stockwerke mit einer hübschen Treppe und momentan angenehme Saunaatmosphäre.

Nachdem ich mich nun passender Weise selbst außer Gefecht gesetzt habe ist es hier noch angenehmer.  Schwimmbad, See und Eisdiele? – Lichtjahre entfernt wenn selbst der Gang ins Badezimmer und zum Briefkasten aufgrund der Freudenfraktur zu einer quälenden Weltreise werden. Und so sitze ich hier – hilflos der Hitze und dem Öffentlichen Recht ausgeliefert. Vielleicht tut es immerhin den Klausurergebnissen gut, dass ich hier quasi nicht wegkomme…

Hatte ich vor einem Jahr tatsächlich gesagt ich würde beginnen öffentliches Recht zu mögen? Zu diesem Grad der Verzweiflung fehlt dieses Jahr wohl noch einiges. Mal sehen, wies nach den nächsten 600 Seiten über das ach so herrliche Öffentliche Baurecht ausschaut! Und wo zum Teufel bleiben nun die gebratenen Tauben? Ich sollte doch den Fuß hochlegen und schonen…. Verdammt, ich muss mich wohl doch in die Küche quälen… !

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Dreams II

Wieder Dreams und die drägenden Fragen, wieso Starbucks nichtmal bei sintflutartigen Regenfällen den Kaffee bis vor die Haustüre liefert, wo der Pinienaufguss eigentlich nun hin soll, wieso ausgerechnet jetzt keine Flugzeuge hier vorbeifliegen wo sie es doch sonst immer tun und wieso zum Teufel trotz des Regens mindestens 40°C  hier oben sind.

Sind diese Fragen eigentlich weltbewegend? Und ist die Frage nach den Abstandsregeln im Baurecht schwerwiegender?

Was solls! Eigentlich hätte ich jetzt Lust auf einen guten Horrorfilm.  Öffentliches Recht hat zwar mehr mit Horror gemein als ich mir eigentlich wünsche, aber ich glaube ich brauche grade doch endlich wieder mal etwas anderes. Ein wenig hat das ganze ein ja Ähnlichkeit mit Halloween. Du weißt genau, was alle paar Jahr an Halloween in Haddonfield passiert und bleibst doch jedes Jahr in dem Kaff und wartest auf Michael Myers anstatt die Zeit unter Palmen an einem Karibikstrand zu überleben. Genauso rennst du Semester für Semester zu Verwaltungsrecht, Baurecht, Europa- und Kommunalrecht anstatt deine Zeit mit einem kühlen Bier in der Hand in Bielefeld auf dem grünen Rasen zu verbringen und diejenigen auszulachen, die sich grade durch Abstandsregeln, und Bebauungspläne quälen. Das ist wahrer Horror! Im Gegensatz zu den herrlichen Filmen ist es jedoch einer, den man bis zum Ende anschauen muss! Immerhin… wann habe ich das bei einem Film das letzte Mal geschafft? Die letzten, die ich geschaut habe… nein, ich sollte sagen die ich versucht habe zu schauen haben es meist doch auf nicht mehr als 20 Minuten meiner Aufmerksamkeit gebracht. Wieso zur Hölle denke ich grade eigentlich darüber nach? Gott, ich sollte an irgendwas anderes denken!! Plüschtiere statt 30 days of night oder so! Wie zum Teufel bin ich vom Baurecht auf dieses Thema gekommen?

Aber hey, Plüschtiere sind wirklich süß! Ob es Schmuseschweinchen aus Plüsch gibt? Die könnte man dann sicher auch nachts mit ins Bett nehmen!!!!

Dreams

Wie beschreibt man einen Abend wie diesen? Nachdem die schwüle Hitze mir den ganzen Tag lang zu schaffen gemacht hat, ist es nun nach einem wolkenbruchartigen Regenschauer wieder recht gut auszuhalten.

Zwar glich das Prasseln der Regentropfen auf den Scheiben der Dachfenster wahrhaftig einem Inferno, doch hat sich die unangenehme Schwüle des Tages nun, während die Sonne hinter dem Hafen untergeht und den Himmel rot orange und violett erglühen lässt, in eine angenehme Abendluft verwandelt.

Und so stehe ich nun hier an meinem Fenster, schaue das atemberaubende Farbenspiel des Himmels an und lasse, während im Hintergrund Dreams erklingt alles was mir wichtig ist durch meinen Kopf geht.

Man hat so viele Träume und Wünsche. Und manchmal erscheint es einem, als würde wenn es darum geht diese zu verwirklichen grundsätzlich alles schief laufen was schief laufen kann. Zweifel, Scheitern und der stete Versuch, trotzdem irgendwie weiterzumachen. Dabei scheint manchmal alles so aussichtslos! Vielleicht ist es einfach Sturheit immer wieder aufzustehen und irgendwie weiterzumachen. Manchmal weiß ich das selber nicht. Vielleicht gibt es wenigstens bei dem ein oder anderen der Träume, die mich so oft des Abends hier haben stehen lassen ja doch die Hoffnung, dass sie doch noch irgendwie wahr werden können. Wenn das doch nur bei allem so wäre….

Wolfsballade

Es hat etwas, bei Hitze, Gewitter und Wolfsballade mit einem Żywiec einem umgewickelten Pullover, meinem Füller und einem jungfräulichen Stück Papier im Dachfenster zu liegen…. Manchmal tut es einfach gut, wieder einmal zu schreiben. Außerdem macht das das nasse kühle Dach die Hitze etwas erträglicher. Ich mag den Geruch des Pullis und der Luft nach dem Gewitter…

Alte Wege

21 Guns

Sonnenschein, Hochsommerliche Temperaturen und doch der übliche Platz am Rechner. Mit dem Lehrbuch und dem netbook im Fenster sitzen; die Beine auf dem Dach; 21 Guns im Hintergrund; den Cuba Libre neben mir…

Kann man sich wohl mehr wünschen? Ich meine hey, wie hieß die Gruppe im StudiVZ?

<Verwaltungsrecht ist wie Sex.. nur trockener>

……. Parabolantennen, Postkartenständer und Fortsetzungsfeststellungsklagen….. da kann man nur eins sagen: PROST!

Wohl schon… Wieso zum teufel wohne ich eigentlich immernoch in der Einflugschneise des Dortmunder Flughafens? Manche Fragen stellt man sich wohl immer wieder….. Also bleibt wohl nur die Möglichkeit dem Flieger zuzuprosten und den nächsten Cuba Libre zu holen…

Vollmonderdbeeren

Es gibt Tage, an denen stellt man sich einfach zu viele Fragen.

Hat unsere Geneation zu wenig negatives erlebt?

Sind männliche Sozialversager immer schlechte Verlierer?

Kann man Sozialversager freundlicher ausdrücken?

Sind die Erdbeeren aus Südafrika?

Und wieso zum Teufel kann ich bei Vollmond nicht schlafen?

So, wo fangen wir an? Ein gelungener Start in den Tag. Kein Sirup da -  aber immerhin Kaffee und Aufmerksamkeit gibts auch. Das gleicht den fehlenden Sirup dann doch mal mehr als aus.  So, Aufmerksmkeit, Kaffe und… mh was fehlt nun noch? Erdbeeren wären doch was.  Von diesen niedlichen roten Dingern hat man doch auch nach einer Woche nie genug. Also auf zum Erdbeerkauf. Über volle Straßen, Baustellen und rote Ampeln erreicht man dann schließlich nach Ewigkeiten doch noch den Supermarkt, wobei man natürlich zu verdrängen versucht, dass dieser zu Fuß in etwa der Hälfte der Zeit erreicht gewesen wäre. Da liegen sie nun. Rot und Süß. Doch dann….. die erste Frage der Fragen des heutigen Tages. Woher kommen sie eigentlich? Spanien? Südafrika? Und was zum Teufel Unterscheidet Südafrikanische von Spanischen Erdbeeren? Sagt die Wahl der Erbeere wohl etwas über die politische Einstellung aus? Vielleicht bekomme gibt mir die Erdbeere ja eine Antwort… Aber was, wenn sie nur Afrikaans spricht? Oh mein Gott….

Wieso nun sitze ich eigentlich hier mit meinen Afrikaans verstehenden Erbeeren und schreibe Blog statt fröhlich im Bett zu liegen? Eigentlich frage ich mich das grade auch!

Vielleicht liegt es an diesem wunderbar hellen Mond, der mein Wohnzimmer grade taghell erscheinen lässt. Dabei kenne ich angenehmere Dinge als den Vollmond die mich vom Schlafen abhalten können. Wobei… ich sollte besser nicht daran denken… Sonst werde ich den Gedanken heute nicht mehr los. Langsam habe ich sowieso das Gefühl kaum noch an etwas anderes denken zu können. Da denke ich doch lieber an Vollmonderdbeeren wenn ich sowieso schon nicht schlafen kann.

Ok… ich muss wohl doch zugeben, dass es spannendere Themen gibt. Dabei haben Vollmonderdbeeren doch ein bisschen was von gesellschaftspolitischen Diskussionen mit Goldhamstern. Nicht, dass ich Goldhamster nicht süß finde… Auch wenn ich Teddyhamster doch preferiere kann ich nicht umhin ihnen eine gewisse iedlichkeit zuzusprechen. Für gesellschaftspolitische Diskussionen scheinen sie jedoch ebenso ungeeignet wie der ein oder andere WOW-Held für das normale Leben oder der ein oder andere Freund für engagierte Debatten.

Manchmal glaube ich wirklich unsere Generation ist einfach zu satt. Natürlich sind wir von schwerwiegenden Problemen umgeben! – Wann kaufe ich den neuen Ipod? – Was ziehe ich eigentlich heute an? …. Lauter Probleme, die unser Leben unendlich schwierig machen. Geschichtsinteresse 0. Wer ist eigentlich Bundespräsident?`- Völlig egal. Stolz auf unser Land sein? – Niemals. Aber hey, wann kommt endlich der neue DVD Player? Ab und an glauben wir noch an den Frieden auf der Welt, möchten Blumen statt Waffen und nebenbei möglichst Vollalimentierung vom Staat… Oh mein Gott…. vielleicht täte dem ein oder anderen da die Erfahrung die unsere Großeltern gemacht haben ganz gut.

Sicher gut tun würde sie wohl einer Gruppe von Menschen, die mich momentan zu verfolgen scheint. In der World of Warcraft sind sie wahre Helden. Naja, sie halten sich zumindest für ebensolche. Mit knappen 2800 dps ziehen sie von Instanz zu Instanz und wissen genau wer und was sie sind! Wahre  Helden Azeroths! Große  Führerer! Mutige Krieger die ihre Gilde und der ganzen Welt dienen. Respektspersonen! Oh ja…. welch Strahlende Helden, denen man nicht genug Respekt zollen kann.  Aber warum zum Teufel stellen die meisten dieser großen Helden sich so verdammt schnell als großmäulige degenerierte  Sozialversager heraus? Und wie zum Teufel kann man Sozialversager freundlicher formulieren? Wieso muss ich mich eigentlich damit herumschlagen? Was gibt es da zu kompensieren? Kann man – wenn man einen zu kleinen Penis, kein wirkliches Leben , keine Freunde und keine Sozialkompetenz hat nicht einfach sich selbst statt andere nerven? Es gibt bestimmt tolle Dinge die man da tun kann. Man kann sich Geschichten über Krebsgladiatoren ausdenken… Aus dem Arbeitsamt abhauens, weil man nichts zu rauchen hat… mit sich selbst und Gaspistolen spielen… Frösche zum Weinen bringen oder ganz einfach die Kellertür hinter sich selbst zumauern und das Internetkabel kappen um andere nicht mit dem in Sozialversagen mündenen Minderwertigkeitskomplexen zu belästigen. Sollte das alles nicht funktioneren, gibt es immernoch die Möglichkeit Dragostea din tei singend über Flugzeugtragflächen zu hoppsen oder sich einen Goldhamster zuzulegen und diesen zu nerven!